Menschsein ist so eine Sache ...

Wer ist denn das „Ich“?

Im Grunde reduziert sich stets alles auf den Begriff „Mensch“. Mensch im Sinne von „Selbstbewusstheit“ und „Eigenmacht“. Was macht den Menschen aus? Ist es ein Körper, der eine Seele hat, oder eine Seele, die einen Körper nützt? Oft wird gesagt: „Meine Seele“, oder „mein Körper“, „mein Geist“ oder auch „meine Psyche“. Doch das sind alles nur Teilaspekte.

 

Der „Mensch“ und das „Ich“ sind ein und dasselbe! Der Mensch, also das „Ich“, besteht aus vier Komponenten: Körper, Seele, Geist und Psyche. Die Psyche ist NICHT die Seele! Die Psyche ist als das „nichtmaterielle Verbindungsorgan“ zwischen Körper und Seele zu verstehen. Die Psyche gilt als „angstverarbeitendes, nichtmaterielles Organ“ (in einem späteren Blogbeitrag dazu mehr). Die Begriffe Psyche und Seele werden nicht nur von der Fachwelt verwechselt. Paradox ist, dass die Psychiatrie sagt, sie behandelt die seelischen Krankheiten des Menschen, gleichzeitig wird eine „Seele“ dem Menschen aber abgesprochen; es wird der geistige Aspekt abgesprochen! Der Mensch wird auf den Körper reduziert.

Wichtiger Unterschied: Die Psyche kann krank oder degeneriert werden – die Seele aber nicht! Die Psyche vergeht mit dem Körper (also zieht sich in ihre Dimension zurück), der Körper zerfällt und der Geist geht in den großen Geiststrom auf (und trägt seinen individuellen Teil zum Weltwissen bei. Die Ausprägung des Geistes ist zum großen Teil ein Produkt von Gesellschaft und Kultur). Die Seele ist das einzige das Bestehen bleibt als sie selbst. Sie hat in dieser Inkarnation ihre beabsichtigten Erfahrungen gemacht, und somit weiter am Hauptziel Liebe und Erkenntnis zu erlangen, gearbeitet. Nach einer gewissen Ruhepause geht sie erneut das Abenteuer Mensch an und inkarniert sich – nach entsprechenden Vorbereitungen bzgl. der geplanten Lebensumstände - wieder. Das kann innerhalb von wenigen Jahren, aber auch erst in hundert Jahren sein.

 

Warum sind die Menschen unterschiedlich? Unterschiedlich in Wesensart und Verständnisfähigkeit?

 

Man kann davon ausgehen, dass es verschiedene Seelenalter gibt – und verschiedene Seelenrollen (mehr dazu unter: www.welltvi.net/ratgeber „Seelenlehre“).

 

Die Seelenalter sind: Säuglingsseele, Kindseele, Junge Seele, Reife Seele, und Alte Seele. Angelehnt ist dies an die Altersstufen des „Menschseins“.

Die Seelenrollen sind: Heiler, Künstler, Krieger, Gelehrter, Weiser, Priester und König. Ebenfalls an menschliche Begriffe angelehnt, dem liegen aber verschieden Energiezusammenstellungen zu Grunde, deren Gesamtsumme einen solchen Typus ergeben, wie er hier genannt ist (Quelle: Dr. Varda Hasselmann, mehr dazu im oben erwähnten Link, dort sind auch weiterführende Links zu finden).

 

Anhand dieser beiden Konstellationen (und es gibt noch mehr davon, zB die Mentalität, ein Reaktionsmuster oder eine „Grundangst“ u.a. ) setzt sich praktisch die gesamte Menschheit zusammen.

 

Übrigens: jene Menschen die sich hierfür, dieses Thema, interessieren sind grundsätzlich Reife und/oder Alte Seelen, evtl. bereits einige aus den letzten Stufen der „Jungseelenzeit“ (jedes Selenalter ist in 7 Stufen gegliedert – wie die Schulkassen). Eine Säuglingsseele oder Kindseele interessiert sich für so ein Thema erstens gar nicht, zweitens kann sie damit gar nichts anfangen. Eine ganz alte Seele interessiert sich übrigens auch nicht wirklich dafür – solche „Gespräche“ hat sie längst hinter sich! Und noch was: Eine Alte Seele ist kein bißchen besser oder schlechter als eine zB Säuglingsseele. ALLE Seelen gehen ihren Weg – und erreichen ausnahmslos ihr Ziel, die Wiederganzwerdung).

 

Noch ein Unterschied, der hier wohl passend zu erwähnen ist, nämlich der zwischen Mensch und PersonWährend der Mensch die Summe von Seele, Geist, Körper und Psyche ist, und somit seine ureigensten Rechte, die unveräusserlich und auch niemals absprechbar sind, ist die „Person“ eine künstlich erschaffene Figur, die ausschließlich zum Zwecke der "staatlichen Nutzung“ erschaffen wurde.

 

Die „Person“ entsteht, wenn ein neugeborenes Kind mit der „Lebendgeburtsbescheinigung“ der Hebamme (diese wird bei jeder Geburt eines jeden Menschen verfasst, lebt das Kind bei der Geburt nicht oder nur kurz, ergibt dies eine „Totgeburtsbescheinigung“) beim Standesamt angemeldet wird! So nimmt die hiermit neugeschaffene Person die Stelle des Menschen als „juristisch belangbare Sache“ eine Rolle gegenüber dem Staat ein. Mit der Anmeldung beim Standesamt geht der Mensch als Person in das Eigentum des Staates über. Der Mensch verschwindet hinter dieser "Maske" Person. Alle Personen sind Eigentum des Staates, werden als „Human Kapital“ gesehen und gelten als „Bürger“ des Landes, weil sie für den Staat „bürgen“. Diese Bürgschaft bezieht sich auf den Wert des Staates, weil es schlussendlich nur Menschen sein können, die etwas (er-)schaffen können.  Aus der Menge der „produktiven Bürger“ entsteht somit der Wert eines Staates, meßbar am „BIP“, dem „Bruttoinlandsprodukt“!  Die „Lehre vom Staat“ ist die nachträgliche Rechtfertigung für das Besitzen von Menschen!

 

Eine Person ist also definitiv kein Mensch, sondern eine zugeteilte Rolle. Das Wörterbuch benennt die Herkunft dieses Wortes aus dem Lateinischen mit „persona“, was „Maske bzw. Rolle des Schauspielers“ ("per sonare", durch den Ton, der von irgendwo her erklingt; die Tonquelle wird von etwas - Maske -verdeckt. Der Mensch ist also hinter einer Maske verborgen, somit sieht man also auch nur die Maske, das gewünschte Abbild) bedeutet bzw. aus dem Etruskischen, dort heißt „phersu“ ebenfalls Maske. Das heißt also: Dem Menschen wurde mit der Ausstellung der Geburtsurkunde die Rolle als Person zugeteilt (mit Namen, Sozialvsg.Nummer, "Personalausweis" usw.), und sie ging dadurch in das Eigentum des jeweiligen Staates über …

Das alles ist natürlich ein sehr großes Thema, zu dem mittlerweile viele kluge Menschen sich viele kluge Gedanken gemacht haben. Für weitere Infos kann im Internet genügend weiterführendes Material gefunden werden.

 

Beste Grüße und stets viel Glück

 

Hubert Ehrenreich

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Realität findet im Kopf statt, Wirklichkeit im Außen!

Was ist Realität und was Wirklichkeit?          

Es ist erstaunlich, wie selbstverständlich die Begriffe „Realität“ und „Wirklichkeit“ vermischt werden. Doch sind sie keinesfalls dasselbe! Einfach gesagt ist Realität das, was sich im Kopf abspielt, während Wirklichkeit das ist, was sich im Außen abspielt. Wirklichkeit kommt von „wirken“, entsteht als dadurch, dass irgendjemand etwas tatsächlich getan hat, also gewirkt, gewerkt, gehandelt hat oder es gerade tut. Realität bezieht sich auf das „Wesentliche“, was so viel bedeutet wie „bedeutsam“, „wichtig“, „den Kern einer Sache treffend“. Und dies, das sich befassen mit dem Wesentlichen ist in erster Linie eine mentale Angelegenheit, findet also im Kopf statt. Und zwar so lange, bis man sich entscheidet, für deren Verwirklichung etwas zu tun. Ab diesem Zeitpunkt beginnt der Umwandlungsprozess von Realität in die Wirklichkeit und wird irgendwann (oder auch rasch) harte Wirklichkeit

 

Ich finde, es ist sehr hilfreich wenn man sich darüber im Klaren ist, dass es zwischen diesen beiden so oft verwendeten Begriffen eine klare Abgrenzung gibt. 

 

Zum besseren Verständnis hier ein passendes Beispiel:

 

Eifersucht ist eine Realität für den Betroffenen, also demjenigen der sich damit befasst, bzw. darunter leidet. Das kann für diesen Menschen extrem schlimm sein, er/sie kann praktisch „Höllenqualen“ durchleiden – und dennoch ist all das, was er/sie sich in der Realität ständig erschafft, keine Wirklichkeit! Der oder die Partnerin ist die treueste Seele weit und breit, in der „Wirklichkeit“ gibt es überhaupt keine Anzeichen oder Gründe, die eine Eifersucht rechtfertigen würde. Aber für den/die Betroffene/-n ist es das aber nicht – weil Realität die eigene innere Wahrheit ist! Und diese innere Wahrheit hat die größte Berechtigung, ist das Überlebenspotenzial und der Überlebensmotor schlechthin.

 

Anhand diesem Beispiel ist zu ersehen wie groß der Unterschied zwischen Realität und Wirklichkeit sich darstellen kann und wie massiv Realität auf deren Erschaffer/-in einwirkt. So nachdrücklich, dass all dies Erdachte nur mehr ein Ziel hat: sich zu verwirklichen! Also beginnt ein Mensch die Realität in die Wirklichkeit umzusetzen. Er/sie beginnt „tätig“ zu werden.

 

Wenn ich beim Eifersuchtsbeispiel bleibe stellt sich das so dar: Es werden heimlich Nachforschungen angestellt, Fangfragen gestellt, es wird dem/der Partner/-in das Vertrauen entzogen (er/sie muss stets alles beweisen) usw. So entwickelt sich eine Realität, die vermutlich absolut unberechtigt war im Bezug zum Thema, schließlich doch zu einer Wirklichkeit mit den entsprechenden Folgen. Wobei hier im Beispiel die Folge sein könnte, dass sich der/die Partner/-in tatsächlich vom eifersüchtigen Partner/-in abwendet und sich in eine andere Beziehung „flüchtet“. Somit hat die Realität ihren Zweck erfüllt, nämlich sich in die Wirklichkeit zu bringen! Das ist nämlich das Wesen der Realität. Jede Art von Gedanken, Wunsch oder Planung hat den Drang, den Zweck, Wirklichkeit zu werden!

 

Man sollte also ganz klar unterscheiden, zwischen der „eigenen Welt“ die sich als Realität zeigt und der Welt, in der alle anderen Menschen leben - und diese beginnt im eigenen engsten Umfeld bei Partner/-in, Familie, Freunde, Arbeit usw.  Was nun aber auch nicht heißen soll, dass diese „Wirklichkeit“ gut oder besser ist, als die eigene Realität. Diese „Wirklichkeit“ kann durchaus feindselig sein. Es muss nur unterschieden werden, zwischen der inneren Welt/der eigenen Wahrheit, also Realität und jener Wirklichkeit, die im Umfeld vorhanden ist. Teils sehr massiv vorhanden ist, also voll mit Barrieren und Hindernissen im Sinne von Geldmangel, kranke Angehörige, wirtschaftliches Umfeld, feindselige Arbeitskollegen oder Verwandte, usw.  Was es im Negativen alles so geben kann. Doch bleibe ich hier bei einer „normalen“ Wirklichkeit.

 

Ein jeder der schon einmal eine bahnbrechende Idee hatte kennt dies vermutlich: Alles zeigt sich in den eigenen Gedanken (in der Realität) aufs Wunderbarste. Alles ist perfekt, die Abläufe stimmen, alle Beteiligten machen hundertprozentig an dem Vorhaben mit, alle Kunden reißen einem das geplante Produkt nahezu aus den Händen. Alles ist genau durchdacht. Man ist ganz begeistert von den eigenen Ideen, geht in der eigenen Realität ganz auf. Und mit dieser Idee geht man also an die Öffentlichkeit, spricht begeistert mit Freunden, der Familie oder Kollegen darüber. Und wird ernüchtert. Sie verstehen das nicht, es gibt jede Menge komischer Rückfragen. Das so bombensichere Produkt oder die Idee wird überhaupt nicht verstanden, geschweige denn, dass jemand dafür etwas würde bezahlen wollen. Und es findet sich niemand der bereit ist, die für die Verwirklichung der Realität benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen. Jetzt gibt es zwei Wege: Man lässt die Idee, die Realität, liegen wo sie war und hofft, dass es später einen günstigeren Zeitpunkt dafür gibt. Oder man beginnt selbst, bei sich selbst, mit der Verwirklichung der vorhandenen Realität und setzt erste konkrete, wenn auch kleinere Schritte als vorgesehen. Man beginnt also zu wirken, um aus der felsenfesten Realität doch noch eine ebenso felsenfeste Wirklichkeit zu erschaffen.

 

Das interessante an der gesamten Thematik „Realität und Wirklichkeit“ ist ja, dass es praktisch unendlich viele Realitäten gibt (weil sie sich im mentalen Bereich abspielt), aber es im Grunde nur eine einzige Wirklichkeit gibt. Eine einzige mit Einschränkung deshalb, weil man von dort ausgeht, worin man sich befindet, also dem eigenen Lebensumfeld. In einem anderen Umfeld (wenn sie zB Auswandern) wäre es eine andere Wirklichkeit, weil dort die Menschen vermutlich auf die von Ihnen gesetzten Aktionen anders reagieren (zB lassen sich Kühlschränke in den Tropen höchstwahrscheinlich besser verkaufen, als in Alaska). Definitiv gibt es aber weit weniger Wirklichkeiten als Realitäten.

Um das etwas weiter auszuführen: Wenn Sie eine Idee haben und diese Sie entsprechend fasziniert, so beginnen Sie sofort (bewusst oder unbewusst) verschiedene Umsetzungen davon zu bedenken. Sie kreieren also jede Menge Realitäten. Und deren gibt es so viele, wie Sie sich ausdenken können. Irgendwann einigen Sie sich in Ihren Gedanken, auch durch Input von außen (wie erste Informationen einholen), auf ein paar mögliche Realitäten und entscheiden sich dann schließlich für eine. Entscheidung bedeutet ja nichts anderes, als sich auf eine Denkweise festzulegen. Alle anderen scheiden aus. Wenn nun also alle vorhandene Energie für diese eine Version (Realität) aufgewendet wird, kommt irgendwann der „Beschluss“, sie in die Realität umzusetzen. Und „Beschluss“ bedeutet ja: Jetzt wird umgesetzt, ohne Verzögerung! Mit dem Beschluss beginnt die „tat“-sächliche Verwirklichung, es werden Taten gesetzt. Alles ist bedacht oder besprochen, jetzt wird gehandelt. Die ursprüngliche Idee wurde also zur Realität und mittels Beschluss soll sie verwirklicht werden. Und da zeigt sich nun, wie gut all die geistige Vorarbeit war, denn in der Wirklichkeit muss sie sich grundsätzlich ganz anderen Herausforderungen stellen.

 

Noch ein paar Beispiele für den Unterschied zwischen Realität und Wirklichkeit:

 

Angst - ist eine sehr starke Realität. Doch stellt sich die Wirklichkeit aber meist viel ungefährlicher dar, als in der Angstrealität angenommen wurde.

 

Verliebtheit – ist auch stark. Die Wirklichkeit würde die „Fehler“ des Anderen zeigen, die Verliebtheitsrealität lässt dies aber nicht zu.

 

Vorfreude – auf den Urlaub zB oder auf ein kommendes Ereignis. Das ist auch ein klassisches Realitätsphänomen. Am Beispiel Urlaub malt man sich alles wunderbar aus, die Wirklichkeit zeigt aber (möglicherweise) die Baustelle vorm Hotel oder nervige Miturlauber ganz unverblümt.

 

Sorgen – auch ein Realitätsphänomen. Wenn man sich um den Partner, das Kind oder ein anstehendes Ereignis sorgt, findet das im Kopf statt. Möglicherweise noch aktiv genährt von „mitleidenden“, gutmeinenden Mitmenschen, die nicht damit sparen, ihre eigene Sorgenrealitäten rüberzubringen. Aus eigener Erfahrung dürfte wohl jeder wissen, dass praktisch 98 Prozent aller Sorgen unberechtigt waren – gelitten hat man aber trotzdem darunter.

 

So gäbe es zum Thema Realität vs. Wirklichkeit noch vieles zu sagen. Ich denke aber, dass Sie mit diesen Infos genügend „Grundmaterial“ haben, um diese Unterschiede für sich selbst wesentlich besser zu erkennen und auch zu nützen.

 

Beste Grüße

Hubert Ehrenreich

 

 

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Ich denke was ich will (Teil 2)

Positiv Denken hat nichts damit zu tun, ein "guter Mensch" zu sein!

Auf den Artikel zum Positiv Denken (Siehe Teil 1, weiter unten), haben mich zahlreiche Reaktionen erreicht. Interessanterweise handelten viele davon, warum "schlechte Leute" denn eigentlich Glück im Leben haben, wenn sie doch offensichtlich nur auf sich selbst schauen. Andererseits sogenannte "Gutmenschen", deren Bestreben es durchwegs ist, dass es anderen gut geht, die nichts für sich selbst im Leben wollen - außer nur "ein wenig Zufriedenheit", dass es denen eher schlecht geht im Leben - trotz all der edlen Absichten. 

 

Ja, das alles klingt im ersten Moment sehr nach ungerechter Welt ...! 


Im Bezug zum Thema "Positiv Denken" bedeutet dies aber nur, dass diese sogenannten "schlechten Leute", die sich durch egoistisches Handeln auszeichnen, alles nur für sich selbst wollen, nichts abgeben möchten und immer nur das Beste beanspruchen, das alles deshalb erreichen, weil sie nämlich genau so denken. Sie denken eben nur das, was sie wollen! Sie kommen gar nicht auf den Gedanken, sich in Gedanken mit Sachen zu befassen, welche sie NICHT wollen. Sie denken nur an das, was sie haben wollen! Was sie nicht haben wollen, darüber verschwenden sie nicht einmal einen Gedanken. Und das ist "Positiv Denken".  

 

Ich möchte hier etwas ausholen: Der Begriff für "Positiv" oder "Negativ" Denken ist rein technisch zu sehen. Allgemein steht positiv für etwas, was "da" ist - zB "der (Alkohol) Test verlief positiv", das heißt, es gab ein Ergebnis, welches den Test im Sinne von bestanden beschreibt. Es gab einen Wert, der höher als Null ist. Wenn der Test negativ ist, dann gab es eben kein Ergebnis im Sinne von "etwas da". Dies also rein technisch gesehen.

Die Begriffe Positiv und Negativ werden gerne aber auch für "erfreulich oder wünschenswert" angesehen bzw. für deren Gegenteil (unerwünscht, unerfreulich), oder für Zustimmung oder Ablehnung. Wenn man diese beiden Begriffe weiterverfolgt, ist festzustellen, dass damit auch sehr rasch Mißverständnisse zusammenhängen. Nimmt man das Beispielt mit dem Alkoholtest her (davon hört man ja am öftesten bei den Nachrichten), so läuft das Ergebnis "Der Alkoholtest verlief positiv" eindeutig darauf hinaus, von wessen Seite man das betrachtet (ein positives Testergebnis ist für den Autofahrer negativ ;-)  ). Genauso auch bei Untersuchungen im Krankenhaus, wenn der Arzt ein Testergebnis erläutert und sagt es ist "positiv" oder eben "negativ" - je nach Grund des Tests kann dies für den Patienten erfreulich oder bedauerlich sein; ist der Schwangerschaftstest "positiv" - also ein Kind im entstehen - oder eben "negativ", kein Kind. Das kommt rein auf den Grund des Tests an und wie der- oder diejenige zum (erwünschten oder erhofften) Testergebnis steht ist es für diesen Menschen eine Freude oder eine Trauer! Deshalb ist es diesbezüglich absolut wichtig für sich definiert zu haben, wofür "positiv" oder "negativ steht.

 

Und um dies hier, auf unser Thema hin bezogen klar definiert zu haben: "Positiv Denken" bedeutet ausschließich, dass man das denkt, was man haben oder erreichen möchte!" Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob es im "moralischen" Sinne gut oder schlecht, negativ oder positiv ist, es jemand anderem nützt oder schadet! Wenn Sie etwas haben oder erreichen wollen, dann denken Sie daran. Daran und an absolut nichts anderes. Dann wird es für sie auch Wirklichkeit werden. 

 

In diesem Sinne, beste Grüsse und "denken Sie doch, was Sie wollen!" ;-) 

Hubert Ehrenreich

 

PS: Sogenannte "Gutmenschen" erlangen deshalb selten das was sie wollen, weil sie meistens unter einer falschen Bescheidenheit leiden. Sie verleugnen sich selbst, schieben dies aber als die so hoch gepriesene "christliche Bescheidenheit" und Demut vor sich her - und sind auch noch stolz drauf ...!   (Das wird vielleicht demnächst ein Blog-Thema).



 

 

 

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Denken, was ich will!

Warum „positiv Denken“ so wichtig ist!

Grundsätzlich bedeutet positiv Denken, dass alle Formulierungen als Ziel, als wünschenswert, bezeichnet werden. Als ein Ziel, dass man gerne erreichen möchte. Nicht als etwas, was man nicht möchte. „Es ist viel klüger für etwas zu kämpfen, anstatt gegen etwas“, lautet eine alte Erkenntnis. Das heißt, wenn man für etwas ist, baut man positive Energie auf und entwickelt die Kreativität mehr zu erschaffen. Wenn man gegen etwas ist, dann entwickelt sich entsprechend negative Energie und diese führt zu Taten, die darin resultieren, dass etwas schlecht gemacht, etwas vernichtet werden muss. Egal, worum es dabei geht.  

Positiv Denken heißt also, man soll das zu erstrebende Ziel formulieren. Beispiel: „Ich bin immer gesund“ anstatt: „Ich möchte nicht krank sein.“ oder: „Ich habe immer genügend Geld zur Verfügung.“ anstatt  „Ich möchte nie arm sein.“ usw. Neben der positiven Formulierung sollte diese stets in der Gegenwart gehalten sein. Demzufolge ist jedes „Ich werde...“, „“Morgen...“, „Einmal werde ich...“ usw. etwas, was NIE in der Gegenwart sein wird, da es den Befehl beinhaltet, es stets in der Zukunft sein zu lassen. Es wird nie erreicht werden, weil die Formulierung dahin gehend lautet, dass etwas NICHT JETZT ist! Deshalb unbedingt die Gegenwartsformulierungen wie „Ich bin, habe, tue, ist ...“ usw. verwenden.

 

Dazu ein kurzes Beispiel: Wenn bei einem Wirtshaus steht "Morgen Freibier!", dann kommt man vermutlich am nächsten Tag wieder, in der Hoffnung, "heute" ein Freibier zu ergattern (weil "heute" ja von gestern aus gesehen, "morgen" ist). Aber auf dem Schild steht wieder "Morgen Freibier!". Auf einen solchen Marketing-Gag kann man gerne reinfallen, aber nach ein paar Tagen wird man wohl feststellen, dass dieses "Morgen" nie kommen wird ... 

  

Die Denkweise des „Positiv Denkens“,  bemächtigt sich interessanter Mechanismen. Das heißt: der Verstand (nicht das Gehirn!)  hat die Aufgabe, das zu erschaffen oder als Thema zu bearbeiten, was ihm vom Menschen in Auftrag gegeben wurde. Er hat die Aufgabe, alles daran zu setzen, diesen Auftrag in die Wirklichkeit zu bringen. "In Auftrag geben" bedeutet, dass jeder Gedanke, der  irgendwann gedacht wurde oder wird, die Aufgabe und das Bestreben hat, aus der Realität herüber zu wachsen, zu wirken - also „Wirklichkeit“ zu sein!  

 

Hinweis: Solange etwas gedacht wird, ist es eine Realität - erst durch das "Tun", also "wirken", wird es eine Wirklichkeit. Darum gibt es auch so viele "Realitäten" wie es Möglichkeiten gibt, sich etwas auszudenken - also unendlich viele. Darum versteht man manchmal sein Gegenüber nicht, weil derjenige eben eine ganz andere Realität hat von einer Sache oder Situation hat, als man selbst. Erst durch das "Wirken", also handeln, tun und etwas unternehmen wird eine tatsächliche Basis geschaffen.

 

Wird also negativ gedacht, z.B. „Ich will nicht krank sein“, so muss der Verstand alle damit  - mit Kranksein - in Zusammenhang stehenden Informationen und Gefühle, die dem Denker zur Verfügung stehen, ausgraben, sammeln und alles daran setzen, sie Wirklichkeit werden zu lassen. Ist zugleich aber die Einschränkung „Nicht“ eingebaut, heißt das, dass der Verstand mit vollem Elan etwas aufbaut, das er dann aber mit gleicher bzw. größerer Kraft wieder verhindern muss. Er ist also einer sehr großen Belastung ausgesetzt!  

Das heißt, jemand, der negativ denkt, also an alles was z.B. „Nicht“ oder „Nie“, oder „Niemals“ sein soll, hat enorme Gedankenkräfte aufgebaut, die nichts anderes zu tun haben, als sich selbst unter Verschluss zu halten. Da bleibt dann meist wenig Platz für positive Gedankenarbeit. Leute, die so denken, sind auch recht leicht zu erkennen.

 

Nebeneffekt dabei ist auch noch, dass die für die Aufrechterhaltung einer solchen Gedankenpower - die ja zur Verwirklichung drängt - notwendige Energie sich selbst behindert. Die Kraft, die benötigt wird, um die negativen Auswüchse der Gedanken zu unterbinden, ist stark belastet. Nun kann es aber vorkommen, dass der Mensch plötzlich aus der Bahn geworfen wird, zB: wegen einer größeren Meinungsverschiedenheit, wegen Stress oder über längeren Zeitraum übermüdet ist oder sonst wie körperlich oder geistig stark belastet ist, er die Energie, welche die Negativenergie unterdrücken muss, plötzlich anderwärtig benötigt. Diese "Sicherungsenergie" lässt also im Druck, etwas "nie" geschehen zu lassen, nach und die zur Verwirklichung drängenden Negativengedanken brechen hervor und werden aktiv.

„Ich will  (nicht – ist nun  ausgehoben) krank sein“, lautet dann der Befehl. Und da dem nichts mehr entgegensteht, passiert es, dass jemand „plötzlich“ krank wird.

 

Spricht man mit Leuten, die an allen möglichen „Unbilden des Schicksals“ zu leiden haben, werden sie beteuern, das sie doch immer daran denken „nicht“ krank zu sein, „nicht“ arbeitslos sein wollen, „nie“ ohne Geld sein zu wollen, „niemals“ einen Unfall erleiden wollen, usw. 

 

Dadurch, dass sie dauernd gegen das „schlimme Schicksal“ anzukämpfen haben, ist ihre gesamte Energie ohnehin stark gebunden, und der Kreis, bzw. die immer enger werdende Spirale, beginnt sich zu drehen – nach unten.

 

Der Positivdenker, der keine Energie aufwenden muss, um seine eigenen Gedanken unter Kontrolle zu halten, hat einfach viel mehr Energie zur Verfügung und muss keinerlei Anstrengungen vornehmen, etwas Unerwünschtes  „aufrechtzuerhalten“. Er kann sich mit allen Gedanken, allen Sinnen und Energien seinen Ideen und Unternehmungen widmen, kann seine Träume realisieren. Krankheit oder Unfall sind praktisch überhaupt kein Thema für einen solchen Menschen. Ein „wahres Glückskind“. Aber nur, weil er „richtig“ denkt. Er denkt nicht „unnötig“. Er denkt das, was er haben will, nicht das, was er nicht haben will.

 

Zu den Formulierungen ist anzumerken, dass sie in sich positiv sein sollen, das heißt, wenn ich z.B. denke, ich muss Durchhalten, dann erhalte bzw. produziere ich entsprechende Situationen, wo ich zum Durchhalten gezwungen werde. Besser ist es zu denken, ich erfülle alles mit Leben, Liebe und Erfolg. Dann brauche ich nicht mehr „Durchhalten“, ich nehme Anteil an Geschehnissen, die bereits Leben, Liebe und Erfolg enthalten, bzw. dies gerne annehmen, und schließlich auch entsprechend wieder zurück geben.


Also: Denk', was Du willst! ;-)

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Der Engel steckt im Detail

Kleine Ursache – große Wirkung!

Man sagt „Der Teufel steckt im Detail“, das ist zwar grundsätzlich richtig, aber es ist negativ ausgedrückt. Ich sage deshalb lieber: „Der Engel steckt im Detail“.

Warum? Bei beiden Versionen sieht man, dass man auf die kleinen Dinge achten sollte – bei der Version 1 allerdings wird dies eher als „lästig“, “aufhaltend“, „nachteilig“ betrachtet, so unter dem Motto: „Um was muß ich mich denn noch alles kümmern, wenn ich etwas erreichen/erledigen soll?“. Es klingt nach Zwang. Ganz anders ist es in der Version 2. Hier wird man darauf hingewiesen, dass etwas Großes aus vielen Kleinigkeiten besteht, und jede einzelne davon wichtig ist.

 

Egal welche Version man bevorzugt – eines ist unbestreitbar: Jede Kleinigkeit hat seine Berechtigung. Ansonsten würde sie ja nicht benötigt werden, oder? Und somit liegt es sehr wohl auf der Hand, dass man auf Details achten muss, wenn man etwas erreichen will oder etwas zu erledigen hat. Wie sehr diese „Weisheit“ zutrifft zeigt die bekannte Geschichte vom Hufnagel:


Weil der Hufnagel schlecht genagelt war, ging das Hufeisen verloren.

Weil das Hufeisen fehlte, ging das Pferd verloren.

Weil das Pferd verloren ging, ging der Reiter/Bote verloren.

Weil der Reiter/Bote verloren ging, ging die wichtige Meldung verloren.

Weil die Meldung nicht eintraf, ging die entscheidende Schlacht verloren.

Weil die Schlacht verloren ging, wurde der Krieg verloren.

Weil der Krieg verloren wurde, ging das gesamte Königreich verloren.

So scheiterte ein gewaltiges Reich an einem einzigen, schlecht genagelten Hufnagel.


Diese Weisheit bezieht sich (angeblich) auf eine historisch relevante Schlacht zwischen König Richard III und Heinrich Tudor, Earl of Richmond am 22.August 1485. Und dies nur, weil ein ungeduldiger Reitknecht einen überforderten Hufschmied drängte, seine Arbeit wegen Zeitdrucks schlampig zu machen. Seit mehr als 500 Jahren besteht die obige Geschichte und die daraus gewonnene Erkenntnis, wie wichtig Details bei einer großen Sache sind! In diesem Fall kostete die Nachlässigkeit ein ganzes Königreich.

 

Wie sehr eine kleine Ursache eine große Wirkung haben kann, zeigt auch das unten stehende Video.

Ein wenige Millimeter kleines Steinplättchen bringt eine 50 kg schwere Steinplatte zu Fall. Wie das? Weil es auf jedes dazwischenliegende Detail (hier: eine passend größere Steinplatte) ankommt. Das kleine Plättchen alleine könnte gegenüber der großen Platte im direkten Kontakt überhaupt nichts bewirken - aber sie ist jene kleine Ursache, die eine enorme Wirkung hat.

 

 

Was damit ausgesagt werden soll ist: Man kann immer etwas erreichen - auch wenn man meint, man sei zu klein. Man muss nur bereit sein, die eigene Situation oder Position möglichst neutral zu sehen und bei sich selbst und im unmittelbaren, erreichbaren Umfeld nach passender Unterstützung umsehen. So beginnt man auf ein Ziel hin zu wachsen - und erreicht es auch.

 

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