Ich denke was ich will (Teil 2)

Positiv Denken hat nichts damit zu tun, ein "guter Mensch" zu sein!

Auf den Artikel zum Positiv Denken (Siehe Teil 1, weiter unten), haben mich zahlreiche Reaktionen erreicht. Interessanterweise handelten viele davon, warum "schlechte Leute" denn eigentlich Glück im Leben haben, wenn sie doch offensichtlich nur auf sich selbst schauen. Andererseits sogenannte "Gutmenschen", deren Bestreben es durchwegs ist, dass es anderen gut geht, die nichts für sich selbst im Leben wollen - außer nur "ein wenig Zufriedenheit", dass es denen eher schlecht geht im Leben - trotz all der edlen Absichten. 

 

Ja, das alles klingt im ersten Moment sehr nach ungerechter Welt ...! 


Im Bezug zum Thema "Positiv Denken" bedeutet dies aber nur, dass diese sogenannten "schlechten Leute", die sich durch egoistisches Handeln auszeichnen, alles nur für sich selbst wollen, nichts abgeben möchten und immer nur das Beste beanspruchen, das alles deshalb erreichen, weil sie nämlich genau so denken. Sie denken eben nur das, was sie wollen! Sie kommen gar nicht auf den Gedanken, sich in Gedanken mit Sachen zu befassen, welche sie NICHT wollen. Sie denken nur an das, was sie haben wollen! Was sie nicht haben wollen, darüber verschwenden sie nicht einmal einen Gedanken. Und das ist "Positiv Denken".  

 

Ich möchte hier etwas ausholen: Der Begriff für "Positiv" oder "Negativ" Denken ist rein technisch zu sehen. Allgemein steht positiv für etwas, was "da" ist - zB "der (Alkohol) Test verlief positiv", das heißt, es gab ein Ergebnis, welches den Test im Sinne von bestanden beschreibt. Es gab einen Wert, der höher als Null ist. Wenn der Test negativ ist, dann gab es eben kein Ergebnis im Sinne von "etwas da". Dies also rein technisch gesehen.

Die Begriffe Positiv und Negativ werden gerne aber auch für "erfreulich oder wünschenswert" angesehen bzw. für deren Gegenteil (unerwünscht, unerfreulich), oder für Zustimmung oder Ablehnung. Wenn man diese beiden Begriffe weiterverfolgt, ist festzustellen, dass damit auch sehr rasch Mißverständnisse zusammenhängen. Nimmt man das Beispielt mit dem Alkoholtest her (davon hört man ja am öftesten bei den Nachrichten), so läuft das Ergebnis "Der Alkoholtest verlief positiv" eindeutig darauf hinaus, von wessen Seite man das betrachtet (ein positives Testergebnis ist für den Autofahrer negativ ;-)  ). Genauso auch bei Untersuchungen im Krankenhaus, wenn der Arzt ein Testergebnis erläutert und sagt es ist "positiv" oder eben "negativ" - je nach Grund des Tests kann dies für den Patienten erfreulich oder bedauerlich sein; ist der Schwangerschaftstest "positiv" - also ein Kind im entstehen - oder eben "negativ", kein Kind. Das kommt rein auf den Grund des Tests an und wie der- oder diejenige zum (erwünschten oder erhofften) Testergebnis steht ist es für diesen Menschen eine Freude oder eine Trauer! Deshalb ist es diesbezüglich absolut wichtig für sich definiert zu haben, wofür "positiv" oder "negativ steht.

 

Und um dies hier, auf unser Thema hin bezogen klar definiert zu haben: "Positiv Denken" bedeutet ausschließich, dass man das denkt, was man haben oder erreichen möchte!" Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob es im "moralischen" Sinne gut oder schlecht, negativ oder positiv ist, es jemand anderem nützt oder schadet! Wenn Sie etwas haben oder erreichen wollen, dann denken Sie daran. Daran und an absolut nichts anderes. Dann wird es für sie auch Wirklichkeit werden. 

 

In diesem Sinne, beste Grüsse und "denken Sie doch, was Sie wollen!" ;-) 

Hubert Ehrenreich

 

PS: Sogenannte "Gutmenschen" erlangen deshalb selten das was sie wollen, weil sie meistens unter einer falschen Bescheidenheit leiden. Sie verleugnen sich selbst, schieben dies aber als die so hoch gepriesene "christliche Bescheidenheit" und Demut vor sich her - und sind auch noch stolz drauf ...!   (Das wird vielleicht demnächst ein Blog-Thema).



 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Andrea (Montag, 05 Oktober 2015 10:08)

    Danke sehr schön beschrieben.
    Hab schon auf den neuen Beitrag gewartet